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Proportionen

Ausgleichen & Betonen

Wie so oft gilt: Die Proportionen müssen stimmen!

Da nützt das schönste Kleidungsstück nichts wenn die Beine noch kürzer wirken und der sowieso schon lange Oberkörper noch mehr in die Länge gezogen wird.

Deshalb mein Tipp: Wenn dir das nicht sowieso schon klar ist („ja ja ich weiß, dass meine Beine nicht die von Nadja Auermann sind…“), dann:

NACHMESSEN!

Was ist länger? Oberkörper oder Beinbereich?

Der Ausgleich zwischen einem langen Oberkörper und einem kurzen Unterkörper (oder umgekehrt) rückt deine Proportionen in ein schöneres Licht. Am besten stellst du dich vor einen Spiegel und hälst einen Besenstiel in Schritthöhe waagerecht vor deinen Körper. Nun mit einem Zollstock vom Boden bis zum Stiel messen und mit deiner Gesamtkörpergröße vergleichen:

– z.B. Körpergröße: 170 cm; Messung vom Boden bis zum Stiel 90 cm, entspricht einer Oberkörperlänge von = 80 cm

In diesem Beispiel ist dein Oberkörper kürzer als dein Beinbereich. Nicht so kompliziert, oder?

Dann was tun???

Kurzer Oberkörper – langer Beinbereich

Auch logisch: Versuche, den Oberkörper länger erscheinen zu lassen!

Wähle

  • langgeschnittene Jacken und Blusen, keine Bolerojäckchen
  • bei langen Jacken: kürzerer Rock
  • lange Reihe von senkrechten Knöpfen bzw. Reißverschluß
  • tiefergesetzte Tascheneingriffe * längere Röcke
  • Kleider mit angesetzter Taille
  • schmale und tiefere Halsausschnitte an Jacken, Blusen etc.
  • trage das Oberteil über dem Rock/der Hose
  • gemusterte Strümpfe (wenn deine Beine dies erlauben!)
  • flache Schuhe oder mittlere Absatzhöhen
  • unauffällige oder keine Gürtel, starke Kontraste sind unvorteilhaft
  • Hosen mit Aufschlägen
  • lange Tücher und Schals

langer Oberkörper, kurzer Beinbereich

Versuche, den Beinbereich länger erscheinen zu lassen und den Oberkörperbereich zu unterbrechen.

Wähle

  • kürzere Jacken oder längere Jacken mit kürzerem Rock
  • Taille betonen z.B. mit breitem Gürtel in Taillenhöhe, keine Hüfthosen, besser Röcke und Hosen mit hoher Taille
  • Hosen ohne Aufschläge, nicht zu schwere steife Stoffe
  • möglichst wenig Stoffvolumen in Hosen und Röcken
  • Kleider mit Empire-Linie
  • sehr tiefe, gern spitze Ausschnitte von Jacken, Blusen etc.
  • starke Querbetonung des Oberkörpers durch z.B. Blockstreifen (nur wenn der Oberkörper nicht zu voluminös ist!)
  • keine lange Knopfreihe im Oberkörper
  • möglichst viele Querunterteilungen des Oberkörpers durch z.B. doppelte Paspeltaschen, waagerecht verlaufende Nähte, Muster
  • bei kurzen Beinen darf der Rock nicht zu lang sein, sonst ist zu wenig Bein zu sehen

 

Strategien für große Frauen

Hier hilft alles, was unterteilt:

  • horizontale Grundlinien mit wenig Senkrechtbetonung
  • großzügig geschnittene Modelle mit großformatigen Details
  • weite Kimono- und Fledermausärmel, lose hängende überschnittene Ärmel
  • Querbetonungen durch Streifen, Passen, Nahtlinien und breite Kragen
  • Voluminöse Mäntel und Jacken mit aufgesetzten Taschen und großen Knöpfen
  • Stulpen am Ärmel, Aufschläge an den Hosen, breite Blenden und Gürtel
  • Groß geschnittene und weite Hosen mit auffälligen Details, Taschen, Blenden
  • Großflächige Musterungen und unterteilende Farbkontraste
  • Stoffe können genoppt sein, Struktur und „Körper“ haben
  • Üppige, voluminöse Frisuren, Stirnfransen, lange Haare

Strategien für kleine Frauen

Hier braucht man Senkrechtbetonungen und körpernahe, nicht „auftragende“ Modelle:

  • vertikale streckende Grundlinien mit wenig Querbetonung
  • keine abrupten Farbkontraste und nicht zu viele verschiedene Farben; sehr starke Farbkontraste müssen so zusammengestellt werden, daß sich eine Senkrechtstreckung ergibt: mit farblich abgesetzten langen Schals, tiefgezogenen Kragen oder senkrecht gesetzten bunten Borten
  • keine dramatischen übergroßen Details, keine Formübertreibungen
  • Oberteile eher körpernah geschnitten, keine voluminösen Formen
  • Eingesetzte, nicht zu weite Ärmel (keine breiten Aufschläge)
  • Wenn Fledermaus- und Kimonoärmel, dann nicht tief eingesetzt
  • Eher schmale, nicht zu ausladende Hosen mit kleinen Bundfalten und unterteilender Bügelfalte, senkrechten Tascheneingriffen; keinesfalls aus zu schweren steifen Stoffen
  • Senkrechte Betonungen durch Taschen, Kragen und Nahtverläufe
  • Nicht zu weite Kleider, schmale Gürtel in der gleichen Farbe
  • Feine kleinteilige Muster und Streifen
  • Stoffe dürfen nicht zu steif und grob strukturiert sein
  • Halblange und kurze Frisuren, Stirn frei, das Haar soll nicht zu schwer lasten
  • Kürzere Jacken
  • Undramatische einfache Schnitte und Farben
  • Auffällige Details wie große Muster und Knöpfe, Blenden, Aufschläge und auffällige Tascheneingriffe passen nur zu großen Frauen

Außerdem

Eine aufrechte Körperhaltung läßt viele „Mängel“ fast verschwinden. Stelle dir einen Himmelsfaden vor, der an deinem Scheitel zieht.

= Vorgewölbte Brust, erhobener Kopf, gerader Rücken.

Diese Haltung verleiht den Anschein von Selbstvertrauen und Gelassenheit. Ganz zu schweigen davon, dass die Kleider einfach besser fallen.

Noch ein paar Fragen zur Gesamterscheinung:

  • Was/welche Elemente deiner physischen Erscheinung kannst du in deiner Kleidung aufgreifen und dadurch akzentuieren oder ausgleichen? (runde/kantige Formen, Asymmetrie)
  • Was sticht jedem, der dich sieht, sofort ins Auge? (schöne Augen, lockige Haare, weiche Formen)

Betonen deine hervorstechenden Merkmale!

Welche Eigenschaften sieht man dir nicht sofort an, obwohl dir lieb wäre, man könnte Sie dir ansehen? (humorvoll, positiv, herzlich, weich, zurückhaltend, schüchtern etc.)

 Wähle Kleidung, die zu deinem Wesen passt!

Wo sind Schwachstellen? Wo ist Geometrie nötig, um die Proportionen ins rechte Licht zu rücken?

Wo sind meine Stärken?

Darauf die Aufmerksamkeit lenken und einen Akzent setzen!

2 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Liebe Ines, vielen Dank für Deinen Blog und endlich einmal die Erklärung wie man einen Langen oder kurzen Oberkörper mißt!!! Das war mir neu.

    Da Du Dich ja sehr gut auskennst, wollte ich von Dir wissen, ob Du eine Möglichkeit siehst, problemlos die Kleider von Kiyonna zu bestellen. Ich finde die Sachen toll, habe auch schon einmal bestellt, mußte dann 50 km zum Zoll fahren, und auf den Warenpreis noch einmal 12 % Zoll und zusätzlich 19 % MWSt zahlen. Umtauschen tue ich da aus Prinzip nichts, sonst muß ich wieder zum Zoll fahren und habe unendlichen Papierkrieg.

    Vielleicht weißt Du ja, wie ich Kiyonna easy hier in Deutschland bekommen könnte. Das wäre toll.

    Oder vielleicht hast Du ja Lust, Sie in Deinen Online-Shop aufzunehmen?
    Herzliche Grüße aus dem Süden.
    Angela

    Antworten

    • Liebe Angela,
      schön dass ich dir beim Messen weiterhelfen konnte.

      Zur Bestellung bei Kiyonna: ich meide Bestellungen aus den USA wie der Teufel das Weihwasser weil ich die Problematik mit Zoll, Steuer etc. kenne. Das nervt total!

      In Deutschland bekommst du Kiyonna bei Amazon (derzeit 9 Modelle) oder bei Prallewelt.de (Seite von Tine Wittler – 7 Modelle).

      Eine größere Auswahl gibt es bei curvety.com, dies ist ein englischer Onlineshop (zu finden auch in meiner Shopübersicht). Laut deren Webseite kostet der Versand nach Deutschland 10 Pfund und es fallen für dich keine Kosten bei eventuellen Retouren an.
      Bestellungen nach Großbritannien verlaufen meiner Erfahrung nach völlig problemlos, dauern nur ein wenig (5-10 Tage).

      Falls du dort bestellst, lass uns gerne wissen wie es gelaufen ist. Vielen Dank.
      Herzliche Grüße,
      Ines

      Antworten

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